Pfingsten: Chemnitz und Umgebung erkunden

Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Ausflugsglück so nah liegt? Pfingsten ist eine wunderbare Gelegenheit, um die eigene Heimat zu entdecken. Längst hat Chemnitz das Image der tristen grauen Industriestadt hinter sich gelassen. Heute begeistert der sächsische Besuchermagnet als Stadt der Moderne, die mit einer beeindruckenden Vielseitigkeit die Blicke auf sich zieht.

Pfingstrose

Eine Stippvisite auf dem Kaßberg in Chemnitz

Nutzen Sie die Pfingstzeit, um Chemnitz aus einer völlig neuen Perspektive kennenzulernen. Längst ist der Chemnitzer Kaßberg kein Geheimtipp mehr, der sich als eines der größten zusammenhängenden Gründerzeit- und Jugendstilviertel von Europa präsentiert. Das imposante Zusammenspiel aus Architektur und historischen Gewölbegängen verlieh dem Bauensemble schon in den 1990er Jahren den Status eines Flächendenkmals. Diesen Ausflug krönen Sie mit einem Besuch in den einladenden Restaurants und Kneipen, die auf dem Kaßberg zu Hause sind.

Strahlende Kinderaugen im Sonnenlandpark Lichtenau

Für Familien ist das Pfingstwochenende ein geeigneter Zeitpunkt, um im Sonnenlandpark Lichtenau vorbeizuschauen. An allen drei Tagen öffnet der Freizeitpark seine Tore, um Jung und Alt zu unbeschwerten Stunden einzuladen. Der Vergnügungspark vereint mit Deutschlands höchstem Rutschturm, einem Riesenrad, drei Riesenhüpfkissen oder dem Schlauchrutschenparadies vielfältige Attraktionen. Wer von Fahrten mit dem Kettenkarussell, Überschlagschaukeln, Tretautos oder dem Waldlabyrinth nicht genug bekommen kann, ist im Sonnenlandpark ebenfalls goldrichtig. Kinderherzen schlagen im großen Wildgehege höher, das heute neun verschiedene Tierarten vereint. Zusätzlich zaubern ein See mit Sandstrand und Strandkörben, ein Wasserspielplatz, Flöße sowie 22 Grillstellen zum Selbergrillen den Besuchern ein Lächeln aufs Gesicht. Der parkeigene Indoorspielplatz IN-Sola ist aktuell nur für eine begrenzte Besucherzahl geöffnet. Deshalb sind Besucher gut beraten, im Vorfeld anzurufen und sich einen Platz zu reservieren.

Die Welt im Mini-Format: Das Klein-Erzgebirge in Oederan

Kaum zu glauben, aber wahr: Das Klein-Erzgebirge in Oederan ist der älteste Miniaturpark weltweit. Hier entdecken Besucher auf der rund zwölf Hektar großen Fläche handgefertigte Bauwerke aus dem Erzgebirge, die maßstabsgetreu in erzgebirgischer Tradition nachgestellt wurden. Ob rund 1.300 geschnitzte Figuren, sächsische Burgen und Schlösser oder Brücken – Attraktionen wie diese sind im Klein-Erzgebirge im Miniformat nachgestellt. Ganz gewiss schlägt so manches Kinderherz höher, wenn sich kleine Eisenbahnen ihren Weg durch die Landschaft bahnen oder Feuerwehrleute mit alten Pumpenwagen einen Brand löschen. Karussells sind das i-Tüpfelchen des Freizeitparks. Für das leibliche Wohl der Besucher ist ebenfalls gesorgt. Der Miniaturpark ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Besonderheiten der St. Annen Kirche in Annaberg-Buchholz

Einen Besuch der St. Annen Kirche in Annaberg-Buchholz werden Besucher so schnell gewiss nicht vergessen. Die von 1499 bis 1525 erbaute spätgotische Hallenkirche präsentiert sich als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Obwohl sich der alte Glanz des prunkvollen Interieurs des einstigen katholischen Gotteshauses heute nur noch erahnen lässt, fasziniert das Innenleben des Gotteshauses noch immer. So wissen es Musikkenner besonders zu schätzen, dem Klang der 1884 erbauten Orgel mit ihren 65 Registern und mehr als 4.000 Pfeifen zu lauschen. Ein weiteres Highlight ist der Bergaltar, der Elemente der Gotik und Renaissance miteinander verbindet. Eindrucksvoll stellt der Bergaltar den bergmännischen Alltag vor etwa 500 Jahren dar. Die Tore der Kirche stehen samstags von 10 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 12 bis 17 Uhr offen. Außerdem finden mehrmals am Tag regelmäßig Führungen statt.

Spannende Einblicke bei der Terra Mineralia

Im Testbetrieb ist die Terra Mineralia in Freiberg mittlerweile wieder geöffnet. Diese Mineraliensammlung ist im Schloss Freudenstein in Freiberg zu Hause. Die Sammlung überließ Erika Pohl-Ströher schon im Jahr 2004 der Technischen Universität Bergakademie Freiberg in Form einer Dauerleihgabe. Vier Jahre später wurde die Ausstellung eröffnet, um sich heute als eine der größten Mineralienausstellungen weltweit einen Namen zu machen. Aktuell ist der Zutritt jedoch durch Zeit-Tickets begrenzt. Diese Regelung gilt ebenfalls für das Pfingstwochenende. Am Wochenende ist die Terra Mineralia von 10 bis 18 Uhr, an Wochentagen nur bis 17 Uhr geöffnet.

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